Blockaden und Programme auflösen

 

 

Einleitung

Wer bist Du? Bist Du die Summe all Deiner Erfahrungen und Dinge, die Du mitgemacht hast? Oder bist Du mehr? Und wenn dem so ist, wie weißt Du das und wie kommst Du dahinter?

Hier bietet sich der Vergleich mit einem Bild an, das übermalt wurde. Die Übermalung zeigt all Deine Erinnerungen, eine Anhäufung verzerrter Bilder, die durch Manipulationen und Belehrungen in Erziehung und anderen Bereichen des Lebens entstanden sind und das eigentliche, ursprüngliche Bild von Dir unter sich begraben haben. Viele dieser in den Erinnerungen festgehaltenen Situationen führten zu Reaktionen, die sich wiederum in ihrer Wiederholung als festgefahrene Programme niedergeschlagen haben. Die so entstandenen Programme resultieren dann in automatischen Reaktionen auf bestimmte Situationen, die sich im Unterbewußten festgesetzt haben.

Programme

Diese „Programme“ können dann in den Beziehungen, die Du eingehst und den Freunden, die Du wählst, wiedererkannt werden. So könntest Du Dich z.B. fragen, ob sich in Deinen Beziehungen oft die selben Themen zeigen. Wie kommt es, dass Du bestimmte Personen wählst und dass immer wieder die selben Themen auftauchen? Warst Du Dir davon bewusst?

Sehr wahrscheinlich findest Du Dich in Deinem Leben wiederholt in den selben Situation wieder. Das liegt zum Teil daran, dass Du unbewusst immer wieder dieselben Entscheidungen triffst. Du trifft diese Wahl, weil Du Dir des Programms, das im Unterbewusstsein abläuft, nicht bewusst bist.

Man könnte es auch mit einer Art Computer vergleichen, einem Computer, der von Erziehung und gesellschaftlichen Konventionen programmiert wurde.

Dabei wurden diese Programme auch von den jeweiligen „Programmierern“ ebenfalls meist unbewusst eingegeben. Auch sie waren sich nicht der Programme bewusst, mit denen sie geladen waren.

Und selbst wenn versucht wurde eine Erziehungsmaßnahme bewusst zu übertragen kann diese noch immer verzerrt abgespeichert werden, wodurch ein anderer Effekt als beabsichtigt erzielt wurde. So könnte ein Elternteil z.B. gesagt haben, dass Du Dein Zimmer aufräumen sollst und Dich damit versucht zur Ordnung zu programmieren, was aber so nicht funktioniert hat. Das Resultat könnte dann sein, dass sich der Gedanke eingeschlichen hat: “ich bin schlampig und faul”.

Ein Programm beginnt meistens mit ““Ich“, ich bin …, ich muss …” und hat dann eine oder mehrere Überzeugungen zum Resultat. Außerdem sind Programme in der Regel “negativ” und haben eine hemmende, bremsende Wirkung.

Es gibt aber auch Programme, die man als positiv bezeichnen würde: “Ich bin der Beste.” Doch auch dies hat eine automatische Reaktion zur Folge, wodurch ein Programm entsteht, denn wer steht dann eigentlich hinter dem Steuer des eigenen Lebens? Man selbst oder sein Programmierer?

Wer sind diese Programmierer? Das sind die Menschen, die einem am nächsten stehen, die Menschen, deren Meinung zählt. Dies sind in erster Linie die Eltern und andere nahe stehenden Familiemitglieder und dann die Partner und Freunde.

Programme, die sehr früh im Leben entstanden sind, haben den stärksten Effekt. Man kann sie als Stamm- oder Wurzelprogramme bezeichnen. Von diesem Stamm oder der Wurzel breiten sich die vielen anderen Programme aus, aber wenn die Hauptwurzel entfernt wird, gehen auch die weitverzweigten dünneren Wurzeltriebe ein. Um bei dem Vergleich mit dem Computer zu bleiben, wenn man das Root-Verzeichnis löscht, löscht man auch die darunterliegenden Verzeichnisse. Und je jünger man zu dem Zeitpunkt war, als die Programmierung erfolgte, umso näher befindet man sich an diesem Hauptwurzelprogramm.

Das Bemerkenswerte hierbei ist, dass man sich, nachdem man ein Programm “gelöscht” hat, oft auch wirklich nicht mehr an den Vorfall, der das Programm verursacht hat, erinnern kann. Es ist, als hätte man es tatsächlich von seiner ‚Festplatte’ gefegt und das sich wiederholende Muster verschwindet auch.

Blockaden und Programme auflösen

Blockaden und Programme gehen Hand in Hand. Ein Programm ist eine mentale Weise, eine Blockade aufrechtzuerhalten. Eine Blockade kann entstehen, wenn zwei Menschen miteinander in Interaktion sind, die nicht liebevoll verläuft. Meistens gehören diese zwei Menschen zu einer Familie, weil hier die Bande am stärksten sind.

Das Auflösen des mentalen Teils des Programmes

Das Programm

Eine Verbindung herstellen zwischen dem unbewussten Programm und dem Gefühl bzw. Verhalten, gegen das man anläuft. Ein Beispiel: Es ist Montag morgen und Du solltest den Müll rausstellen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund sträubst Du Dich dagegen. Du schiebt es ständig hinaus, bis Du auf einmal den Müllwagen hörst und dann musst Du Dich schrecklich beeilen, um den Müll noch rechtzeitig raus zu bringen. Wieder im Haus angekommen wird Dir dann bewusst, dass hier ein altes Programm im Wege steht.

Das unbewusste Programm finden. Konzentriere Dich auf das Programm, das Dich stört oder behindert, oder das Gefühl, das es hervorruft. Versuche dabei so ehrlich wie möglich zu sein und lasse die Erinnerung daran aus dem Unterbewusstsein empor steigen.

Das kannst Du anhand von geschickten Fragen oder anderen vertrauenswürdigen Methoden tun. ( frage Dich z.B. selbst: „wie alt war ich, als dieses Programm entstanden ist?“ … „War ich zwischen 0 und 10 Jahre alt?“ … “Nein” … „war ich zwischen 10 und 20 Jahre alt?“ … “Ja”… „War es am Morgen?“ … “Ja” … „hat es mit meinem Vater zu tun?“ …”Ja” …“war es in der Küche?“ … “Ja”…  bis die Erinnerung dämmert und Du wieder weißt, was damals passiert ist.)

Die Erinnerung könnte sein, dass der Vater böse in der Küche steht, weil der volle Mülleimer noch immer da steht. Er lässt seinen Zorn auf Dich los und schimpft Du seist zu nichts nutze. Das Programm, das damals in Dir entstanden ist, könnte lauten “Ich bin ein Nichtsnutz ” und wird offensichtlich jedes Mal aktiviert, wenn der Müll rausgetragen werden soll. Du möchtest Dich aber nicht wie ein Nichtsnutz fühlen, also sträubst Du Dich unbewusst dagegen, den Müll raus zu stellen.

Dies hat zu einer Blockade im dritten Chakra geführt.

Beim Finden des passenden Satzes folgst Du dem inneren Gefühl. Die Formulierung, die genau auf den wunden Punkt trifft, schmerzt am meisten.

Was ist eine unterschwellige Selbstverurteilung, die zu diesem unterbewussten Programm passt? Wenn Du zum Programm noch die unterschwellige Selbstverurteilung erkennst, kannst Du sicherstellen, dass Du das richtige Programm zu fassen bekommen hast. In unserem Beispiel könnte das sein: “Nichts was ich tue ist gut”.

Wer war der Programmierer? Warum war diese Person so? Es war der Vater. Er hatte viel zu viel auf seinen Schultern und war deshalb leicht überspannt. Das ist auch der Grund warum er so zornig wurde. Zu diesem Zeitpunkt hast Du das Programm eigentlich schon gelöst und das Unkraut aus dem Garten gejätet. Um dafür zu sorgen, dass an dieser Stelle kein neues Unkraut wächst, sollte man sich ein neues Programm ausdenken, wodurch man die Selbstachtung und den Eigenwert zurückgewinnt und es genau an die Stelle pflanzen, wo gerade das Unkraut entfernt wurde.

Was erreicht man mit dem neuen Programm? Das neue Programm ersetzt das alte und verändert die energetische Ladung. So kommst Du im Laufe der Zeit immer mehr in Balance und wirst immer mehr Du selbst und kein „fremdprogrammiertes“ Wesen.

Das neue Programm schreiben. Hierfür eignet sich ein leicht zu merkender Satz am Besten, der frei von jeglicher Ladung ist und nicht zu einem bestimmten Verhalten zwingt, sowie: “Ich bin gut so wie ich bin”.

Das neue Programm programmieren. Das neue Programm sollte man dann aufschreiben und oft wiederholen. Wenn man das gesamte obige Verfahren notiert hat, sollte man das alte Programm auch durchstreichen. Das hilft, es zu löschen. Die gesamte Erinnerung wird schnell verblassen und sich schlussendlich auflösen.

Darum sollte man auch direkt mit dem nächsten Punkt fortfahren, denn wenn man es aufschiebt, kann es sein, dass man die Erinnerung nicht mehr zurückfindet.

Die Genesung

Kehre zu dem Moment zurück, an dem das Programm entstanden ist und sende dem Programmierer (also der Person, die zum Zeitpunkt der Entstehung des Programms der Programmierer war) Liebe oder Mitgefühl. Du lässt solange Liebe strömen, bis Du das Gefühl hast, dass diese Person “voll” ist. Das kann eine Weile dauern und wahrscheinlich wird sich das Ego dagegen wehren. Das Resultat davon könnte sein, dass Du Deine Gedanken nicht bei der Sache halten kannst, dass Du schläfrig wirst oder andere körperliche Reaktionen. Lassen Dich davon nicht abhalten, sondern fahre fort Liebe zu senden. Sobald das Ego es aufgibt einen abzulenken, ist der Programmierer meistens auch “voll”. Danach schenkst Du auch der Version von Dir, die Du selbst damals warst Liebe oder Mitgefühl. Sieh Dich selbst als die Person, die Du damals warst. Ohne diese Person wärst Du nicht zu dem geworden, die Du jetzt bist. Sei dankbar dafür, wer Du bist und dafür, wer Du warst. Lass so viel Liebe in die Version von Dir strömen, die Du früher warst, bis auch diese „voll“ ist.

Zu diesem Geschehen gehört auch ein physischer Aspekt. Wir neigen dazu emotionell geladene Ereignisse in unserem Energiekörper festzuhalten. Die entsprechende Stelle am Körper kann dies anzeigen.

Fühle Dich zu dem Punkt im Körper hin, der zu dieser Erinnerung die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht. Konzentriere Dich auf diese Körperstelle und  sende ihr liebevolle Energie. Im Grunde genommen ist es wie oben beschrieben, nur mit einem Körperteil. Sende so viel Liebe in das Körperteil, bis es überläuft.

Das abgespaltene ‚Ich’ zurückholen. Jetzt kannst Du irgendwo in dem Raum, wo die Programmierung stattgefunden hat, ein anderes ‚Ich’ vorfinden. Oft ist es ein kleines Kind, das Angst hat. Sprich es an, als die Person, die es ist und lade es ein in Dich zurückzukommen. Schenke ihm Liebe und lass es spüren, dass es willkommen ist. Wenn es zurückkommt, kannst Du dies in dem Körperteil, in dem die Blockade saß, fühlen – diese Stelle fühlt sich dann kompletter an.

Das Ergebnis, das man beim Auflösen von Blockaden erlangt, ist manchmal sehr bemerkenswert. Zuallererst verschwindet die Ladung, die auf dem lag, was passiert ist und dann verblasst die Erinnerung. Als nächstes kann sich das Verhalten radikal zum Besseren ändern.

 

anderweitige Blockaden auflösen

In manchen beladenen Erinnerungen kann es auch um einen Verlust von Freiheit oder andere Mängel gehen (z.B. Situationen in denen man sich nicht frei fühlt sich selbst zu sein, sich anpasst und sein wahres Selbst unterdrückt). Auch diese Blockaden können mit oben skizzierter Vorgehensweise angegangen werden.

Fazit

Man könnte fast denken, dass dies ein endloser Tunnel ist, all diese Programme, die man im Laufe des Lebens aufgebaut hat. Aber mit jedem Programm, das man auflöst, kommt man sich und seiner Umwelt näher und mag und akzeptiert sich und das Umfeld mehr. Und manchmal kann sich die Entwicklung so stark beschleunigen, als ob man von einer Stromschnelle mitgerissen wird – und das fühlt sich richtig gut an.

Jede Erinnerung, die man in sich trägt, kann man sich wie eine Blase rund um ein emotional behaftetes Gefühl vorstellen. Alles, an was man sich erinnert, enthält also Emotionen, die man noch nicht aufgelöst hat. Im Laufe man mit dem Auflösen bzw. Entladen fortschreitet wird man merken, dass das Leben wie eine Zwiebel aufgebaut ist und die Erinnerungen immer tiefer reichen. Und mit dem Ablösen jeder Lage wird die innere Liebesfähigkeit wachsen und man wird den alten Erinnerungen stets mehr Liebe senden können, weil die Liebe, die man geben kann inniger geworden ist und man die Erinnerungen viel tiefer berühren kann.